Fleischkonsum mal anders beleuchtet: Warum Du nicht unbedingt Veganer werden musst.

on

Mir liegt dieser Blogbeitrag sehr am Herzen, da es ein Thema ist was ich schon sehr lange mit mir herum trage. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Veganismus heutzutage eine Art neue Religion darstellt deren Anhänger und Befürworter sukzessive steigt.

Es ist schon so weit, dass ich mich als nicht-Veganer schon manchmal dabei ertappe mich „schlecht zu fühlen“, weil ich nicht dem aktuellen Trend folge und Fleisch, Fisch und Eier esse. Ich habe lange geschwiegen und denke, dass es an der Zeit ist in Sachen Fleisch und Rheuma einige Mythen zu wiederlegen.

Fleisch ist nicht gleich Fleisch

Wir unterscheiden zwischen dem heute üblichen Massenschlachtungsfleisch, bei dem die Tiere weder Freilauf hatten, noch die Möglichkeit sich ausgewogen zu ernähren. Doch nicht nur das, die Tiere ernähren sich von Soja, Weizen, Antibiotika und weiteren schädlichen Stoffen, die normalerweise nicht in einen Organismus gehören. All diese Giftstoffe nehmen wir Menschen dann automatisch auch durch die Nahrung auf. Augen auf bei besonders fettigem Fleisch, da Toxine fettlöslich sind und sich gerne dort anlagern.

Autoimmunerkrankte oder Zöliakie Patienten die automatisch sehr sensibel auf Gluten reagieren, nehmen dies dann auch über das Fleisch auf und erzeugen dadurch regelmäßig latente Entzündungen in ihrem Darm. Zudem haben die Tiere aus Massenhaltung sehr oft Darmprobleme und die Gefahr ist sehr viel höher sich mit dem E.Coli Keim anzustecken, sprich Durchfall zu bekommen. Als Hinweis für Dich: Die Krankheitssymptome können bis zu 72 Stunden nach Einnahme der Mahlzeit auftreten und dauert etwa 2 -8 Tage an.

Entscheidend hinzukommt, und da gebe ich sich vegetarisch oder vegan ernährenden Menschen recht, dass die Tiere einfach kein gutes Leben hatten, sprich nicht glücklich waren und ein schreckliches Leben und einen noch qualvolleren Tod sterben mussten.

Fleisch ist Teil unserer Evolution und Genetik

Wir Menschen, ob wir wollen oder nicht, sind auch Teil der aus dem Biologieunterricht bekannten Nahrungskette. Evolutionär bedingt haben wir schon immer Fleisch gegessen. Es gab zwar Tage an denen gab es teilweise gar nichts zu essen, oder die Menschen haben sich nur von Beeren und Gemüse ernährt, jedoch war Fleisch schon immer ein Bestandteil unseres Lebens. Der Unterschied zu heute ist, dass wir natürlich nicht mehr jagen gehen und uns auch nicht mehr im Mangel befinden (müssen). Heutzutage wird gepredigt, dass Frühstück die wichtigste Mahlzeit ist und, dass man drei Mal am Tag etwas essen muss. In Wahrheit trägt unser Körper aber immer noch das genetische Material von früher in sich und funktioniert besser im Mangel. Kein Wunder, dass Fasten überall so überaus empfohlen wird.

Unser Lebensmittelangebot heute ist fast nur noch künstlich

Ich persönlich bin ein totaler Befürworter natürlicher Lebensmittel. Was man heutzutage findet, ist eben Fleisch aus Tierhaltung oder Fleisch bei dem man gar nicht mehr weiß ob es wirklich mal Tier war.  Sämtliche Saucen, Süßigkeiten und Ersatzstoffe, die bei weitem gar nichts mit der Natur zu tun haben. Nachteil ist, dass genau diese Lebensmittel dafür sorgen, dass sich neue Neuronen in unserem Gehirn bilden, da diese Lebensmittel weitaus mehr stimulieren als die natürlichen Ursprungs. In Situationen in denen wir unbewusst sind und mit unseren Ängsten konfrontiert sind, greifen wir daher immer tendenziell zum künstlichen, anstatt natürlichen. Ich lade Dich an dieser Stelle ein in einen Supermarkt zu gehen und mal spaßeshalber zu gucken welche Lebensmittel Dir natürlich vorkommen. Aber auch im Veganismus, aufgrund des Fleischverzichts wurden viele Lebensmittel entwickelt, die es früher gar nicht gab. Bratwurst aus Weizen, Soja Steak, Ei Ersatz uvm.  Meiner Meinung nach nichts was ein Organismus wirklich braucht, von den Auswirkungen auf den Darm mal abgesehen.

Fleisch auf Grünfutterbasis liefert eine höhere Nährstoffdichte

Leider wird Fleisch immer gleich über einen Kamm geschert. Es gibt auch eine andere Art von Fleisch und zwar das von Tieren, die auf Grünfutterbasis lebten. Diese Qualität eignet sich sogar optimal für Rheumapatienten, da es sehr viele entzündungshemmende Stoffe in sich trägt.  Das Fleisch enthält alle essentiellen Aminosäuren und stellt damit ein vollwertiges und leicht verdauliches Protein dar, das in der Kombination mit anderer antientzündlicher Ernährung und Mentalarbeit wichtig für die Ausheilung rheumatischer Erkrankungen ist. Außerdem ist es ein wertvoller, vitaminreicher Fettlieferant und eine hochwertige Quelle für Mineralstoffe und Vitamine z.B. Eisen, Kupfer, Zink, Selen, Kalium, Phosphor, Magnesium, Mangan, Calcium, alle B-Vitamine (besonders B12), Q 10 und die fettlöslichen Vitamine A,D,E und K .

Darum geht es Dir als Autoimmunerkrankter gut, wenn Du das Fleisch weglässt

Ja und jetzt nach all dem positiven über Fleisch immer noch die Frage: “Warum geht es mir denn dann aber trotzdem besser, wenn ich das Fleisch aus meiner Ernährung streiche?”  Das Problem ist nicht das Fleisch selbst, sondern die Kombination mit der du es isst. Wenn Du zum Beispiel sehr viel Obst bzw. Obst mit hohem Fructosegehalt zu Dir nimmst, viele raffinierte Kohlenhydrate bzw. viele Süßigkeiten zu Dir nimmst, dann wird automatisch sehr viel Harnsäure produziert, die Deine Gelenke sehr schnell angreift bzw. Entzündungen hochgehalten werden. Bestes Beispiel für einen Fructoseüberschuss in der Nahrung: Datteln mit Speckmantel. Es ist super lecker, allerdings hat eine Dattel bereits eine glykämische Last von 39 und enthält 31954 mg Fructose. Generell rate ich davon ab als Rheumatiker oder Autoimmunerkrankte dauerhaft und in Mengen Trockenfrüchte zu sich zu nehmen. Aufgrund der Trocknung ist der Zucker darin sehr komprimiert.  Natürlich ist aber nicht nur das Fleisch bzw. die Fructose entscheidend für eine Heilung bzw. Verbesserung der Symptome, jedoch ein sehr guter Anfang.

Qualitätsfleisch ist entzündungshemmend

Ja du hast richtig gelesen: Fleisch enthält Omega 3. Es enthält sogar Omega 3 im richtigen Verhältnis zu Omega 6  (3:1) und ist damit sogar entzündungshemmend!! Rindfleisch aus Weidenhaltung enthält bis zu 10-mal mehr Anti-Oxidantien und es oxidiert daher weniger schnell als herkömmliches Fleisch.

Du findest darin auch bis zu viermal mehr Vitamin E als in herkömmlichem Fleisch aus Massentierhaltung. Ein weiteres Plus, da die Tiere draußen herumlaufen, nimmst Du automatisch sogar Vitamin D3 über das Fleisch auf. Grundsätzlich hat Qualitätsfleisch auch einen viel höheren Anteil an B Vitaminen, Eisen, Phosphor, Zink und Kalium. Sobald Du anfängst gutes Fleisch zu konsumieren, wirst Du merken, dass es insgesamt viel magerer ist  und deutlich weniger Wasser enthält was bedeutet, dass es mehr Protein enthält. Auch interessant, Weidentiere sind glücklicher!

Tierische Fette erhöhen NICHT das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen

Auch rotes Fleisch, das sonst aufgrund seiner gesättigten Fettsäuren oft von Speiseplänen gestrichen worden ist, ist bei hoher Qualität und in angemessener Menge sogar sehr gesund. Es lässt sich nicht nachweisen, dass tierische Fette und Cholesterin das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Warum ist das so?  Wir Menschen bestehen nicht nur aus Wasser, sondern jede Membran unserer Zellen besteht aus Fettmolekülen. Ebenso viele Hormone, darunter auch Cholesterin, besteht aus Fett.  Unser Gehirn, unsere Neurotransmitter, brauchen sogar unbedingt Fett um reibungslos zu funktionieren. Es hat einen Gesamtfettanteil von sogar 60 % Fett und es braucht Fett um all die guten fettlöslichen Vitamine aufzunehmen. Jetzt ist allerdings die Frage:  was genau lässt denn das das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigen?  Übergewicht und eine einseitige Ernährung, die zum Großteil aus raffinierten Kohlenhydraten besteht. (Dieses soll an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. Du kannst mir aber gerne bei Fragen dazu schreiben)

Dein Einkaufszettel ist (D)ein Stimmzettel – jedes Mal!

Auch wenn Qualitätsfleisch natürlich teurer ist, wirst Du davon aber auch schneller satt, weil es eine viel höhere Nährstoffdichte hat. Da unser Körper genetisch immer noch von der Steinzeit her und dem nicht immer verfügbaren Essen Mangel gewohnt ist und sogar im Mangel viel besser zu Recht kommt, reicht es wenn Du nur 1-2 Mal pro Woche gutes Fleisch zu Dir nimmst. Damit kommst Du dann rechnerisch auch auf die Summe, die Du normalerweise für Fleisch mehrmals in der Woche ausgeben würdest. Neben den positiven Auswirkungen auf Deine Gesundheit gibt es noch weitere positive Aspekte sich für Qualitätsfleisch zu entscheiden. Tiere die viel Platz haben und auch draußen leben dürfen, sind viel gesünder und glücklicher. Du förderst damit außerdem den Erhalt kleiner regionaler Bauernhöfe und förderst damit die Weidenhaltung. Und nicht zu vergessen sind auch die Transportkosten, die für die Lieferung, Verpackung etc. wegfallen und damit die Umwelt ein klein wenig geschont wird. (Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt).

Weidenhaltung ist nicht gleich Grünfutterhaltung

Leider werden die Bezeichnungen oft verwechselt bzw. synonym verwendet. Grünfutterbasis bedeutet zwar auch, dass das Tier auf einer Weide gehalten worden ist, jedoch bedeutet das, dass es dort ausschließlich Gras und Blätter zu essen gab. Grünfutterbasis ist allerdings nicht für alle Tierarten vorteilhaft, Allesfresser wie z.B. Schwein und Huhn können nicht ohne Zusatzfutter gedeihen. Bei Allesfressern ist es daher wichtig auf die Bezeichnung „Weidenhaltung“ zu achten..

Hier findest Du Hofläden auch in Deiner Nähe: 

hofladen-online.org

dein-bauernladen.de

bioeinkaufen.de

ichessbio.de

Nichts von dem was ich sage ist wahr, bis es Dich berührt.

Herzlichst, Deine Verena

Hier geht es zu den Studien zu Fleisch:

Studie 1

Studie 2

Hier findest Du meinen Podcast auch bei Itunes 
Hier findest Du meinen Podcast bei Anchor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.