Spricht das Opfer aus Dir?

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Das ist die entscheidende Frage, wenn es darum geht wie Du Deine Rheumasymptome mitteilst. Aber gehen wir nochmal ein paar Schritte zurück. Vor ein paar Wochen ging es in einem Artikel darum, was die Vorteile von Symptomen sind. Ein großer Vorteil ist die Aufmerksamkeit, die Dir durch Deine Symptome beschert wird. Fühl mal nach, wie stark Du Dich davon betroffen fühlst.

Der Spiegeleffekt

Wenn Du in diesem Zusammenhang mit dem Thema Aufmerksamkeit vertraut bist, sogar daran arbeitest und Dich nur des Verständnis halber mitteilen möchtest, warum Du evtl. anders reagierst, dann ist das richtig, dann lehnst Du niemanden ab. Denk aber daran, wir sehen uns immer in anderen, jeder Mensch in unserem Leben ist ein Spiegel für uns. Wenn Du also eine Verabredung absagst und Angst hast die Person abzulehnen/ zu verlassen tust Du Dir genau das selbst an. Du lehnst Dich selbst ab, Du verlässt Dich selbst.

Es ist Dein Schmerz

Du projizierst Deine Gefühle nur auf den anderen. Also frag Dich: Warum fällt es mir schwer, den Termin abzusagen, an bestimmten Dingen nicht teilzunehmen? Was löst es in mir aus?

Reflektiere Dich selbst und nutze den Spiegeleffekt um Dir über Deine Gefühle klar zu werden. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt in dieser Sache ist: Achte auf die Lücke in der Situation. Bevor Du mitteilst, wie es Dir geht, warum Du nicht kommen kannst schau, ob Du Dich rechtfertigst. Mit einer Rechtfertigung verletzt Du Dich bereits selbst, Du lehnst Dich ab. Denn Du rechtfertigst nicht nur Deine Absage, sondern Dein ganzes Sein.

Beobachte Dich selbst

Bevor Du in Erklärungsnot gerätst. Musst Du mitteilen, dass Du Rheuma hast und warum denkst Du, dass Du es musst? Warum möchtest Du Dich erklären, was ist das Gefühl dahinter? Kannst Du einfach sagen: „Sorry, ich kann heute nicht, ich habe Rheumaschmerzen“? Und das ganz neutral ohne Erwartungen, ohne Hintergedanken, ohne sich in der Opferrolle wiederzufinden? Oder erklärst Du es vielleicht, weil Du Dich für die andere Person verantwortlich fühlst oder weil Du Dich schuldig fühlst? Die Antworten auf diese Fragen sind wertvolle Hinweise um an Dir zu arbeiten.

Rheuma lehrt Dich Grenzen zu setzen

Es gibt Menschen, die sagen einfach: „Ich komme heute nicht, mir ist nach Ruhe.“ Es ist nämlich genau richtig auf sein Gefühl zu hören. Menschen mit Rheuma können das oft nicht.

Und da kommen die Symptome ins Spiel, die Dich zwingen auf Dein Gefühl, auf Deinen Körper zu hören. Du darfst einfach absagen und Du musst die Absage nicht erläutern. Du darfst Deiner Freundin aber durchaus auch erzählen, dass Du gerade an Dir arbeitest etc., aber Du musst nicht jeden über alle Schritte Deines Lebens informieren!

Warum erzählst Du es also?

Frag Dich immer: Was ist meine Intention dahinter von meinen Symptomen zu erzählen? Wenn eine Freundin es wirklich nicht versteht, kannst Du es natürlich neutral erzählen. Erzähle es aber als reine Information und nicht weil Du Dir insgeheim Mitleid wünscht. Dann gerätst Du auch nicht in die Opferrolle.

Wie fühlst Du Dich, wenn Du über Dein Rheuma sprichst? Teile gerne Deine Erfahrungen mit mir. Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Diese Frage wurde übrigens in meiner Facebookgruppe gestellt und ich fand sie so interessant, dass ich gleich einen Artikel dazu geschrieben habe. Trete doch gerne meiner kostenlosen Facebookgruppe bei und genieß die Vorteile unserer wachsenden Community.

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